Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Südkurier am 30.7.2014

Freude über Auszeichnung

Justizminister Rainer Stickelberger würdigt in der Gemeindehalle Verdienste von Gerhard Neugebauer mit der Staufermedaille

Willaringen (psc) Großer Bahnhof für Gerhard Neugebauer: Der Ehrenvorsitzende der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald erhielt am Montagabend von Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger die Staufermedaille überreicht. Die Medaille wird seit 1977 als persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg vergeben. „Gerhard Neugebauer ist ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement“, sagte Stickelberger in der Gemeindehalle Willaringen. Unter den Gästen waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Hidir Gürakar und Felix Schreiner, der Erste Landesbeamte Jörg Gantzer, Rickenbachs Alt-Bürgermeister Georg Keller, auch Präsident des Schwarzwaldvereins, Herrischrieds Bürgermeister Christof Berger, Alfred Vonarb, Präsident des Bundes Heimat und Volksleben, sowie Gemeinderäte, Vereinsvertreter und Trachtenträger.

Neugebauer habe sich engagiert in das Vereinsleben eingebracht, erklärte Stickelberger. Und: „Er hat das Erscheinungsbild der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald geprägt, hat aus einer Gruppe eine Familie gemacht“, so der Justizminister. Bürgermeister Dietmar Zäpernick berichtete, dass Neugebauer „mit großer Energie und großem Engagement vorangegangen ist“. Er bezeichnete den Geehrten als „Multitalent des Ehrenamtes“. Was nicht übertrieben war. Denn Gerhard Neugebauer war und ist in vielen Bereichen tätig. Der 63-jährige Schreinermeister war Leiter diverser Festlichkeiten, etwa des Kreistrachtenfestes 2013, und war an der Organisation der 750-Jahr-Feier Rickenbachs beteiligt. Er ist Kreisobmann des Bundes Heimat und Volksleben und dort seit zehn Jahren im Landesvorstand aktiv. Hinzu kommen seine Tätigkeit im Förderverein zur Geschichte der Grafschaft Hauenstein sowie seine Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Rickenbach. Mehrere Gäste sprachen Gerhard Neugebauer in der von der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald musikalisch untermalten Feierstunde ihren Respekt aus. Jörg Gantzer bezeichnete den Geehrten als „ein großartiges Beispiel, wie sich Bürger mit dem Landkreis und der Region identifizieren“.

BHV-Präsident Alfred Vonarb sagte, die Ehrung sei „hochverdient“. Neugebauer selber bedankte sich bei seiner Frau Barbara für deren Rückhalt und Unterstützung. „Heimat und Brauchtumspflege sind ein großes Anliegen von mir, zu dem ich mich bekenne“, erklärte er. Das Tragen der Tracht sei für ihn ein „Symbol für gelebtes Brauchtum, für Heimat und Kultur“. Und: „Wir müssen unserer Jugend zeigen, dass es noch etwas schöneres gibt als Computer und Handys“, sagte Neugebauer. Weitere Redner waren Heinrich Dold, Redmann der Historischen Einungsmeisterversammlung, und Matthias Vogt, früherer Vorsitzender der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald. Vogt sagte über Neugebauer: „Er ist immer noch ein sehr aktiver Tänzer und immer vorne dabei.“

Zur Person

Gerhard Neugebauer, Jahrgang 1950, geboren in Schopfheim, lebt in der Gemeinde Rickenbach. Beruf: Schreinermeister. Seit 1973 gehört er der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald an. 30 Jahre lang war er deren Vorsitzender. Seit 35 Jahren ist er für die Belange des Bundes Heimat und Volksleben (BHV), unter anderem als Kreisobmann und im Landesvorstand, tätig. Neugebauer hat diverse Feste organisiert, war Initiator des Freilichttheaters „Der Eggbergbauer“, hat sich um die Jumelage von Herrischried und Le Castellet verdient gemacht und ist im Beirat des Energiemuseums Rickenbach. 40 Jahre lang gehörte er der Feuerwehr Rickenbach an. Neugebauer hat bereits 1998 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Bildtext:
Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger (rechts) überreichte Gerhard Neugebauer die Staufermedaille. Bild: Schütz

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