Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Alb Bote vom 23.4.2014

Blick zurück in die Geschichte

Heinrich Dold liest vor einem großen Publikum aus seiner Chronik über Birndorf und Birkingen auch kaum bekannte Begebenheiten.

Birkingen (de) Durch das Jubiläum zum 1200-jährigen Bestehen von Birkingen und Birndorf ist das Interesse an der Heimatgeschichte rasant gestiegen. Die von Heinrich Dold verfasste Chronik mit Aufzählungen aus der „Geschichte der Ortschaften Birndorf mit Schadenbirndorf und Birkingen mit Kuchelbach und Bohland“ hat sich seit ihrem Erscheinen vor wenigen Wochen zu einem Nachschlagewerk entwickelt, das Alt und Jung interessiert.

So war es auch nicht verwunderlich, dass sich der Kranz zusehends füllte, als Dold die Heimatgeschichte lebendig werden ließ. Wenn heute immer wieder Erhaltungsmaßnahmen an der Hauensteiner Burg im Gespräch sind, so ist doch den wenigsten Menschen ihre frühere Bedeutung bewusst. Sie war der Verwaltungssitz der Grafschaft Hauenstein und war 1503 durch einen Brand zerstört worden. Am heutigen 23. April, dem St. Georgstag, jährt sich der Tag, an dem erstmals die acht Einungsmeister gewählt worden waren. Innerhalb der Grafschaft war eine gewisse Selbstverwaltung organisiert worden, die aber während der Salpetereraufstände Mitte des 18. Jahrhunderts vom Landesherrn stark beschnitten wurde. Als 1805 das Gebiet dem neu geschaffenen Land Baden zufiel und 1806 dem Landesherrn Kurfürst Karl Friedrich in Freiburg gehuldigt wurde, verschwanden die Grafschaft Hauenstein und mit ihr die Einungen von der Landkarte.

Wie sich die Geschichte in den beiden Dörfern entwickelt und die Menschen geprägt hat, wird bei den Freilichtspielen vom 28. Mai bis zum 1. Juni auf dem Dorfplatz in Birndorf deutlich. Hierfür sind Karten im Vorverkauf erhältlich auf dem Rathaus Albbruck, dem Landgasthof Hirschen und bei Thomas Eckert in Birndorf.

Bildtext:
Heinrich Dold (links) ließ bei seinem Blick in die Chronik die Heimatgeschichte lebendig werden und vermittelte den interessierten Zuhörern so manche, bislang verborgen gebliebene Begebenheit. Bild: Dehmel

 

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