Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Albbote von 20.3.2017

Aktiv zur Aufhellung der Geschichte

Förderverein erforscht Grafschaft Hauenstein

Vorsitzender blickt auf zahlreiche Vorträge zurück

von Alfred Lins

Dogern/Laufenburg – Auf eine Vielzahl von Aktivitäten blickte der Förderverein zur Erforschung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein im Gasthaus Hirschen in Dogern zurück. In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende (und Redmann) Norbert Schäuble (Dachsberg) unter anderem an die Verleihung der silbernen Medaille des Landkreises an den ehemaligen Vorsitzenden und Redmann Heinrich Dold (Dogern), an das Gelöbnis zwischen dem neuen Redmann und dem Waldvogt (Landrat Martin Kistler), an mehrere Vorträge und Ausstellungen anlässlich des 750-jährigen Bestehens von Rotzel und mehrerer ehemaliger Dachsberggemeinden und an eine Wallfahrt nach Todt-moos. Nicht zuletzt verwies Schäuble auf mehrere Besichtigungen und Führungen in der Einungsstube und in der Waffenkammer im Dogerner Hirschen unter der Leitung von Heinrich Dold, Konrad Lüthy (Murg) und Werner Rautenberg (Höchenschwand). Nicht ohne Stolz blickte er auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen.

„Bei meinem Amtsantritt vor einem Jahr“, berichtete er, „bestand der Verein aus 99 Mitgliedern, und es war mein erstes Ziel, die Zahl 100 zu überschreiten. Heute sind es 125.“ Ehrend gedachte der Vorsitzende der im Februar verstorbenen Hanna Eggemann aus Laufenburg. „Sie und ihr Ehemann überließen dem Verein die im Besitz der Eggemanns befindliche Loskaufurkunde aus dem Jahre 1739, womit diese wieder in ihre Heimat fand“, so der Vorsitzende. Seinen Rückblick verband Schäuble mit einer Vorschau. Als das bedeutendste Ereignis bezeichnete er das Anbringen eines Gemäldes an der Fassade des Dogerner Hirschen, das an den Besuch von Kaiser Josef II. im Jahre 1777 in Dogern erinnern wird. Als Einweihungstermin ist der 15. Juli vorgesehen.

Ein Referat über Josef II. wird Heinrich Dold am 6. Juli halten. Am 10. September ist eine Wallfahrt nach Todtmoos geplant, und am 5. Oktober wird sich Konrad Lüthy in einem Vortrag mit der Geschichte der Einung Murg befassen. Über das Kloster Salem und dessen letzten Abt Caspar Oechsle 1752 bis 1820) referierte Wolfgang Wolpert aus Eschbach. Sein Interesse für diesen war durch das Auffinden eines Buches mit Briefen an namhafte Vertreter der Kirche und der Politik (unter anderem an Fürst Metternich) im Archiv des Waldshuter Gymnasiums geweckt worden.

Eine interessante Beziehung zwischen dem Kloster Salem und der Hotzenwaldgemeinde Görwihl zeigte Paul Eisenbeis auf. Nach der Auflösung des Klosters im Jahre 1804, so Eisenbeis, wurden dessen 15 Glocken versteigert. Zwei von ihnen gelangten nach Görwihl, und dort hingen sie bis zum Jahre 1917. Die Grüße der Gemeinde Dogern überbrachte Gemeinderat Karl Fricker.

Der Förderverein

Die Bildung einer gesicherten finanziellen Grundlage zur weiteren Forschung nach Urkunden, Akten und Unterlagen zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein und der Erhalt und die weitere Ausstattung des Einungsmeister- Museums im „Hirschen“ in Dogern, sind der Vereinszweck des im Jahre 2008 gegründeten Fördervereins „Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein“. Er zählt 125 Mitglieder. Vorsitzender ist Norbert Schäuble, Telefon: 0049/17 36 64 38 98.

Bildtext: Bild 1

Der letzte Abt des Klosters Salem Caspar Oechsle stand im Mittelpunkt des Referats von Wolfgang Wolpert. Repro: Alfred Lins

Bild 2:

Über das Kloster Salem und dessen letzten Abt Caspar Oechsle referierte Wolfgang Wolpert.

Bild: Alfred Lins

 

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