Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Südkurier vom 11.4.2017

Historisch Interessierte aktiv

Förderverein zur Erforschung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein zieht Bilanz. Mitgliederzuwachs stimmt positiv

Dogern/Laufenburg (lid) Auf eine Vielzahl von Aktivitäten blickte der Förderverein zur Erforschung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein am Donnerstagabend im Gasthaus Hirschen in Dogern zurück. In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende (und Redmann) Norbert Schäuble aus Dachsberg unter anderem an die Verleihung der silbernen Medaille des Landkreises an den ehemaligen Vorsitzenden Heinrich Dold aus Dogern, an das Gelöbnis zwischen dem neuen Redmann und dem Waldvogt (Landrat Martin Kistler), an mehrere Vorträge und Ausstellungen anlässlich des 750-jährigen Bestehens von Rotzel und mehrerer ehemaliger Dachsberggemeinden sowie an eine Wallfahrt nach Todtmoos. Nicht zuletzt verwies Schäuble auf mehrere Besichtigungen und Führungen in der Einungsstube und in der Waffenkammer im Dogerner Hirschen unter der Leitung von Heinrich Dold, Konrad Lüttin (Murg) und Werner Rautenberg (Höchenschwand).

Nicht ohne Stolz blickte er auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen. „Bei meinem Amtsantritt vor einem Jahr“ berichtete er, „bestand der Verein aus 99 Mitgliedern, und es war mein erstes Ziel, die Zahl 100 zu überschreiten. Heute sind es 125.“ Ehrend gedachte der Vorsitzende der im Februar verstorbenen Hanna Eggemann aus Laufenburg. „Sie und ihr Ehemann überließen dem Verein die im Besitz der Eggemanns befindliche Loskaufurkunde aus dem Jahre 1739, womit diese wieder in ihre Heimat fand“, so der Vorsitzende.

Seinen Rückblick verband Schäuble mit einer Vorschau. Als das bedeutendste Ereignis bezeichnete er das Anbringen eines Gemäldes an der Fassade des Dogerner Hirschen, das an den Besuch von Kaiser Josef II. im Jahre 1777 in Dogern erinnern wird. Als Einweihungstermin ist der 15. Juli vorgesehen. Ein Referat über Josef II. wird Heinrich Dold am 6. Juli halten. Am 10. September ist eine Wallfahrt nach Todtmoos geplant, und am 5. Oktober wird sich Konrad Lüttin in einem Vortrag mit der Geschichte der Einung Murg befassen.

Über das Kloster Salem und dessen letzten Abt Caspar Oechsle (1752 bis 1820) referierte Wolfgang Wolpert aus Eschbach. Sein Interesse für diesen war durch das Auffinden eines Buches mit Briefen an Vertreter der Kirche und der Politik (unter anderem an Fürst Metternich) im Archiv des Waldshuter Gymnasiums geweckt worden. Eine interessante Beziehung zwischen dem Kloster Salem und Görwihl zeigte Paul Eisenbeis auf. Nach der Auflösung des Klosters 1804, so Eisenbeis, wurden dessen 15 Glocken versteigert. Zwei von ihnen gelangten nach Görwihl und dort hingen sie bis zum Jahre 1917. Die Grüße der Gemeinde Dogern überbrachte Gemeinderat Karl Fricker.

Förderverein

Die Bildung einer gesicherten finanziellen Grundlage zur weiteren Forschung nach Urkunden, Akten und Unterlagen zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein und der Erhalt und die weitere Ausstattung des Einungsmeistermuseums im „Hirschen“ in Dogern sind der Vereinszweck des im Jahre 2008 gegründeten Fördervereins „Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein“. Er zählt 125 Mitlieder. Vorsitzender ist Norbert Schäuble, Telefon 0049173/664 38 98

Bildtext: Bild 1

Der letzte Abt des Klosters Salem Caspar Oechsle stand im Mittelpunkt des Referats von Wolfgang Wolpert Repro: Alfred Lins

 

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