Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im sÜDKURIER vom 6.11.2010

Radarmessungen auf der Burganlage

Erforschung der ursprünglichen Umrisse der Burg Hauenstein mit moderner Technik

Hauenstein (her) Die Radarmessungen, die Harald von der Osten, Geophysiker vom Landesamt für Denkmalpflege, vom 2. bis 5. November durchführte, werden die ursprünglichen Umrisse und Bauten der Burg Hauenstein zu Tage fördern. Wie Heinrich Dold, Vorsitzender vom Förderverein, zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein vermutet, werden die Ausmaße der Burg weit größer sein, als bisher angenommen.

Radarmessungen auf der BurganlageBis Ende Januar 2011 werden 3D-Aufnahmen zur Verfügung stehen, die dann der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Besonders interessant wäre es, den Brunnen der Burg zu finden. Oft wurden die Jahreszahlen der Herstellung der einzelnen Bauteile eingemeißelt. Durch das systematische Abtasten und Fotografieren der Burganlage können die Mauern und Räume bis in etwa vier Meter Tiefe erfasst werden. Dold ist besonders an der Lage der Südmauer interessiert, die im 19. Jahrhundert aus Sicherheitsgründen abgerissen wurde. Das Alter der Anlage kann durch die Radaraufnahmen nicht bestimmt werden. Wie Harald von der Osten aber schon sagen konnte, befinden sich unter dem großen Hof der östlichen Burganlage in etwa 50 bis 100 Zentimeter Tiefe Mauerreste.

Die Ergebnisse der Aufnahmen werden Bertram Jenisch, Forscher für Mittelalterliche Archäologie beim Denkmalamt in Freiburg, übergeben, der diese auswertet und für spätere Arbeiten archiviert.

Dank einer Postkarte, die Bernhard Gerteis, Ortsvorsteher von Luttingen, in seinen Unterlagen gefunden hat, sieht man die Umrisse der Burgruine, wie sie im Jahre 1876 bei der Eröffnung des Bahnhofes in Hauenstein ausgesehen haben könnte. Den Einungsmeistern, voran Heinrich Dold, ist es zu verdanken, dass überhaupt etwas auf der Burgruine Hauenstein geschieht.

Wie in unserem Bericht vom 28. Oktober beschrieben, haben diese in einer Rodungsaktion selbst Hand angelegt. Weitere Rodungsaktionen können nur im Auftrag des Staatlichen Hoch- und Universitätsbauamtes Konstanz, Außenstelle Waldshut, veranlasst werden. Diese würden dann vom Waldshuter Forstamt fachmännisch ausgeführt werden.

Wie bereits berichtet, müssen die Bäume auf den Mauern gefällt werden, da das Wurzelwerk die Mauerreste sprengt.

Bildtext:
Heinrich Dold (links) und Harald von der Osten mit Messgerät.
Bild: Herbrig

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