Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Südkurier am 6.6.2012

Einungsmeister räumen auf

Werner RautenbergBurgruine Hauenstein nach Verwüstung wieder begehbar. Diskussion am Donnerstag (5. Juli 2012) im Gasthaus Adler

Eine Spur der Verwüstung und Schaden in Höhe von rund 1000 Euro hinterließen unbekannte Täter am vergangenen Pfingstsonntag auf der Burgruine Hauenstein (wir berichteten). Wenn auch die Ermittlungen der Polizei andauern, wie Sprecher Hans Stenzel gestern im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, so ist doch die Burgruine selbst wieder in gutem Zustand.

In einer gemeinsamen Aufräumaktion der Einungsmeister wurde das historische Bauwerk nun für alle Besucher wieder begehbar gemacht. Dabei stellten die Einungsmeister allerdings erstaunt fest, dass der liegengelassene Holzkohlengrill sowie buntes Porzellangeschirr nebst Tupperware zwischenzeitlich von Unbekannten abgeholt worden war. Da es sonst jedoch keine Veränderung gab, haben die Einungsmeister Norbert Schäuble vom Dachsberg, Gerhard Neugebauer aus Görwihl, Redmann Heinrich Dold aus Dogern, sowie Claus Tröndle die Burg wieder gereinigt. Auch Ortsvorsteher Bernhard Gerteis half bei der Müllentsorgung mit.

Dennoch: Der Zustand ist derzeit noch nicht mit dem vor Pfingsten zu vergleichen. So wird beispielsweise empfohlen auf keinen Fall barfuß auf die Ruine zu gehen, da das komplette Entfernen der kleinen Scherben unmöglich war. Auch die zwölf Meter lange Aufstiegshilfe im Innern der Burg ist noch nicht wieder hergestellt. Das Geländer war eine wichtige Hilfe für ältere oder gehschwächere Besucher beim steilen Aufstieg zum oberen Bereich der Burgruine. Laut Sachbearbeiter Wolfgang Schmitt vom zuständigen Polizeiposten in Laufenburg sollen dieser Tage noch Zeugen vernommen werden. Bierflaschen und Getränkedosen wurden für eine eventuelle DNA-Untersuchung von der Polizei gesichert. Hinsichtlich eines möglichen Zusammenhangs mit einigen Vandalismusvorkommnissen in den vergangenen Tagen im Raum Laufenburg, möchte Schmitt derzeit aber keine Angaben machen. Er betont, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Auch für die Einungsmeister ist der Vorfall längst nicht abgehakt, sondern bietet vielmehr Anlass alle Freunde der Burg Hauenstein zu einer offenen Diskussion einzuladen. Treffpunkt ist das Gasthaus Adler in Hauenstein am Donnerstag, 5. Juli, ab 19 Uhr. Die Gesprächsrunde rund um die Erhaltung und Pflege der Burg, mit dem vorrangigen Ziel in absehbarer Zeit einen Förderverein zu gründen, wird geleitet von Redmann Heinrich Dold.

Genügend Gesprächstoff dürfte es laut Ansicht der Einungsmeister an diesem Abend geben, zumal jeder Besucher sich an dem schönen Ausblick von der Burgruine Hauenstein erfreuen möchte.

Bildtext:
Einungsmeister Gerhard Neugebauer, Redmann Heinrich Dold, Ortsvorsteher Bernhard Gerteis und Norbert Schäuble bei der Aufräumaktion auf der Burgruine. Bild: tröndle

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