Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

in der Badischen Zeitung vom 2.3.2013

Gründung in zwölf Tagen

Die Einungsmeister freuen sich auf Arbeit des Förderkreis zum Erhalt der Burgruine Hauenstein.

LAUFENBURG (BZ). Nun steht der Termin fest. Die Gründungsversammlung für einen Förderkreis zur Erhaltung der Burgruine Hauenstein findet am Donnerstag, 14. März, ab 19 Uhr im Gasthaus Adler in Hauenstein statt. Mit dieser Nachricht eröffnete Redmann Heinrich Dold die Jahresversammlung der Einungsmeister am Donnerstagabend im Gasthaus Hirschen in Dogern. Der Laufenburger Bürgermeister Ulrich Krieger werde dann die "historische" Wahl leiten, so Dold.

Auch Landrat Tilman Bollacher sowie die Bürgermeister Stefan Kaiser aus Albbruck und Mathias Gutknecht aus Dogern hätten bereits ihr Kommen zugesagt. "Eingeladen sind alle recht herzlich, auch ohne einen Zwang sofort Mitglied zu werden", sagte Dold. Der Visionär für die historische Bedeutung der ehemaligen Grafschaft Hauenstein zeigte sich sichtlich erleichtert, dass nach etlichen Besprechungen und Sitzungen sehr engagierte Bürger für eine Gründung hätten gefunden werden können. Dold appelliert gerade auch an die Jugend, zur Gründungsversammlung in der ehemals kleinsten Stadt Deutschlands zu erscheinen und sich auch für die ein oder andere Aufgabe im Verein zu empfehlen. Es sei auch eine kostenlose Schnuppermitgliedschaft bis zum 18. Lebensjahre geplant.

Als Beirat sind fest eingeplant: Für die geschichtlichen Belange der Einungsmeister und Geschichtsexperte Markus Jehle aus Gurtweil, als technischer Bauleiter Franz Falkenstein, der bereits bei den letzten Sanierungsarbeiten von 1991 bis 1995 auf der Burg verantwortlich war.

In der Versammlung der Einungsmeister wurde sodann für den neuen Förderkreis eine, wie Dold es formulierte, "Anschubfinanzierung" von 1000 Euro beschlossen. Es folgten die Berichte des Schriftführers Konrad Lüthy, der Kassenbericht von Günter Häring mit Entlastung durch die Prüfer Werner Rautenberg (Einungsmeister Höchenschwand) und Claus Tröndle (Hochsal). Den freigewordenen Beisitzerposten übernahm Werner Lampe. Gegen Ende der Hauptversammlung lobte Bürgermeister Guthknecht aus Dogern den "wortgewaltigen Redmann Heinrich Dold". Guthknecht sagte: "Sie sind der Antreiber und das Hirn für die geschichtlichen Belange in dieser Region."

Konrad Lüthy referierte über Heimatforscher Alfred Joos

Einungsmeister und Schriftführer Konrad Lüthy aus Murg hielt abschließend einen Vortrag über den wenig bekannten Heimatforscher Alfred Joos. Von Ihm stammt das "Hauensteiner Lied". Eigentlich Buchhalter, wurde er Begründer der Fricktal-Badischen Vereinigung für Heimatkunde, bis er anno 1940 im Alter von 57 Jahren starb. Dem Vortrag über den lyrisch außergewöhnlich begabten Heimatforscher lauschten auch Bürgermeister Christof Berger aus Herrischried und das ehemalige Fabrikantenehepaar Gero und Hanna Eggemann.

Bildtext:
Freuen sich auf die Gründung des Fördervereins (von links): die Einungsmeister Gerhard Neugebauer, Konrad Lüthy, Markus Jehle, Manfred Lampe, Heinrich Dold, Günter Häring und Manfred Schäuble Foto: Claus Tröndle

 

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