Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Alb Bote vom 24.10. 2012

Vordenker für Europa

Wessenberg-Akademie würdigt das Wirken der Einungsmeister der ehemaligen Grafschaft Hauenstein. Empfang im Europapark

Eine Delegation der Einungsmeister folgte einer Einladung der Wessenberg-Akademie zur Preisverleihung, die zum 29. Mal im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft in Rust stattfand. Ausgezeichnet wurden im „Theatro del Art“ von Rust Personen, die sich um die Kultur Europas in besonderer Weise verdient gemacht haben. Dies treffe in besonderer Weise auf den Initiator und geistigen Urheber des Europaparks von Rust, Roland Mack, zu, sagte der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg und EU-Kommissar, Günter Oettinger.

Des Weiteren wurde die 1988 gegründete Wessenberg-Akademie ausgezeichnet. Dabei wurde die Delegation der Einungsmeister auf die Bühne gebeten. Oettinger: „Die badische Region war oft Spielball der Geschichte, mit und gegen Frankreich. Deshalb ist die enge Verbundenheit von Baden und Elsass ein Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft und Symbol für das neue Europa.“ Laudatorin Marlene P. Hiller bezeichnete Baron von Wessenberg (67), Gründer der Wessenberg-Akademie mit Sitz im schweizerischen Aarau, als „geborenen Europäer“.

Der Nachfahre vom Hause der Habsburger, der frisch gekürte Preisträger Baron von Wessenberg, zollte in der Dankesrede den Einungsmeistern der ehemaligen Grafschaft Hauenstein um Redmann Heinrich Dold Respekt. Bei ihrem Wirken handele es sich um „ein besonderes Beispiel im Umgang und Wahrung der Geschichte für ein modernes Europa.

Zudem waren die früheren, jährlichen Wahlen auf freiem Feld die erste praktizierte Art einer demokratischen Form, und somit sinnbildlich für ein heutiges, friedliches Miteinander in Europa.“

Am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr werden die Einungsmeister um Redmann Heinrich Dold sich ein weiteres Mal zu einer öffentlichen Besprechung treffen. Mittelpunkt ist weiterhin die Zukunft der bisher öffentlich zugänglichen Burgruine Hauenstein, verbunden mit dem Erhalt und der dafür notwendigen Pflege.

Auf dem Weg zur Gründung eines Förderkreises voraussichtlich im Frühjahr 2013 wird in der kommenden Sitzung erstmalig ein überarbeiteter Satzungsentwurf vorgelegt. Zu diesem Termin am kommenden Donnerstag, 25. Oktober, 19 Uhr im Engel (Luttingen) sind alle herzlich eingeladen.

Bildtext:
EU-Kommissar Günter Oettinger (links) heißt die Einungsmeister Claus Tröndle, Gerhard Neugebauer und Redmann Heinrich Dold in Rust (von links) willkommen. Bild: Tröndle

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