Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Albbote am 27.2.2016

Geschichte liegt den Mitgliedern am Herzen

Hauptversammlung des Fördervereins Grafschaft Hauenstein. Heinrich Dold bekommt silberne Medaille des Landkreises

Dogern (lid) Mit einer geänderten Vorstandsspitze geht der Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein in die nächsten Vereinsjahre. Bei der Hauptversammlung am Donnerstagabend im Hirschen in Dogern trat der 48-jährige Norbert Schäuble aus Wolpadingen die Nachfolge des Vorsitzenden Heinrich Dold (Dogern) an, der seit der Vereinsgründung vor acht Jahren an der Spitze gestanden und aus familiären Gründen nicht mehr kandidiert hat. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Gerhard Neugebauer (Rickenbach) und zum Rechner als Nachfolger von Günter Häring (Dogern) Willi Maier (Görwihl). Neu in den Vorstand gewählt wurde Franz Falkenstein (Dogern) als Beisitzer.

Die Verdienste Heinrich Dolds nicht nur als Vereinsvorsitzender, sondern auch als versierter Heimatforscher würdigte Landrat Martin Kistler. „Durch Ihre Forschungstätigkeit haben Sie die Geschichte der Grafschaft Hauenstein in die Öffentlichkeit gerückt und so einen Beitrag zu einem lebens- und liebenswerten Landkreis Waldshut geleistet“, betonte der Landrat. Für „herausragende heimatgeschichtliche Leistungen“ zeichnete er Dold mit der silbernen Medaille des Landkreises aus. Dem Lob schloss sich auch Dogerns Bürgermeister Matthias Guthknecht an. „Die Erforschung der Heimatgeschichte wird eng mit dem Namen Dold verbunden bleiben“, so Guthknecht.

Der Rückblick auf den Berichtszeitraum 2015 erinnerte an zahlreiche Aktivitäten. Als Höhepunkt bezeichnete Dold die Wiederanbringung des historischen Wandbildes beim ehemaligen Dogerner Gasthaus zum Greifen. Ferner trat der Verein mit sieben Vorträgen zu heimatgeschichtlichen Themen und sechs Führungen in der Einungsstube und in der Waffenkammer in Dogern an die Öffentlichkeit. Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte Dold auf 97, fünf mehr als im Vorjahr. Ehrend gedachte die Versammlung des im Berichtszeitraum verstorbenen Alteinungsmeisters Friedrich Denz (Wolpadingen).

Den Kassenbericht mit einem Minus von rund 2500 Euro legte Rechner Günter Häring (Dogern) vor. Die sachliche Richtigkeit bestätigten die beiden Prüfer Claus Tröndle (Hochsal) und Norbert Gamp (Weilheim).

Die Herausgabe eines Buches zum Thema „Gasthäuser und Mühlen in der ehemaligen Grafschaft Hauenstein“ nannte der neue Vorsitzende Norbert Schäuble als einen Schwerpunkt der Arbeit in der nahen Zukunft. „Gerade in Gasthäusern ist im Hauensteiner Land sehr häufig Politik gemacht worden“, so seine Begründung. Vorträge kündigte er zum 750-jährigen Bestehen mehrerer Dörfer im Bereich der ehemaligen Grafschaft an. Nicht zuletzt, so Schäuble abschließend, wolle er durch eine Werbeaktion die Mitgliederanzahl auf über 100 steigern.

Großes Interesse rief ein Vortrag von Paul Eisenbeis zum Thema „Auflösung des Klosters St. Blasien“ hervor. In der ihm eigenen Art verstand es der Referent, seine Zuhörer während gut einer Stunde mit einer Fülle von Informationen zu fesseln.

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Heinrich Dold bekam die silberne Medaille überreicht

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Mit einem veränderten Vorstand geht der Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein in die kommenden Vereinsjahre (von links): Willi Maier, Norbert Schäuble, Gerhard Neugebauer und Franz Falkenstein. Bild: Alfred Lins

 

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