Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauensteine

Förderverein zur Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein

im Alb Bote vom 12.12.2013

Begebenheiten zum Schmunzeln

Heinrich Dold gibt in seiner Chronik interessante und heitere Einblicke in die Geschichte von Birkingen und Birndorf

Birkingen/Birndorf (de) In der Mehrzahl Einheimische aber auch an der Geschichte von Birkingen und Birndorf Interessierte waren zur Vorstellung der von Redmann Heinrich Dold verfassten Chronik gekommen. Bis das vom Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein e.V herausgegebene Werk druckreif war, hatte der Dogerner Heimatforscher Dold recherchiert, Einheimische befragt, in Archiven gesucht und Zusammenhänge erkundet. Wer in dem über 200 Seiten zählenden Buch blättert, findet viel Wissenswertes und Interessantes, aber auch manch heitere Begebenheit, die nach vielen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten zum Schmunzeln anregt.

Gründlich hatte Heinrich Dold geforscht und so Manches entdeckt, das selbst Insidern bis heute unbekannt war. Längst nicht alle der den Birkinger Bürgersaal füllenden Besucher wussten, dass die im Birkinger Wappen stilisierte vierästige Tanne für die vier Einungen rechts und links der Alb steht. Oder Schadenbirndorf einst als „das kleine nieder gelegene Birndorf“ galt. Verständlicherweise konnte der Verfasser an diesem Abend nur auszugsweise aus seinem Werk berichten. Einerseits ist dies ein Nachschlagewerk mit wichtigen Daten der Heimatgeschichte, gleichzeitig aber auch ein unterhaltsames Buch, in dem es sich lohnt, immer wieder aufs Neue zu blättern. Vieles, was einmal von großer Bedeutung war, ist heute verschwunden. Kriege und Zerstörungen überdauert hat die Birndorfer Kirche, über die Dorle Hesselbarth schreibt und in ihrem Gedicht behauptet: „Mir freuen uns dra – an die alte Basilika.“

An den Mühlen und den noch übrig gebliebenen Resten fand Heinrich Dold ebenso Gefallen wie an den ehemaligen Gasthäusern, von denen heute nur noch der Birndorfer „Hirschen“ und der „Kranz“ in Birkingen übrig geblieben sind. Während seiner Forschungsarbeit hatte der Verfasser der neuen Chronik Weinberge in Kuchelbach entdeckt und herausgefunden, dass der Schriftsteller und Ökonom Gabriel Schupp bereits 1812 erstmals Most herstellte. Im kommenden Jubiläumsjahr sind im Birkinger Salpetererhaus der heutigen Familie Vocke zwei Lesungen und im Gasthaus Kranz in Birkingen eine Ausstellung geplant. Die Chronik ist erhältlich auf dem Bürgermeisteramt Albbruck und bei Heinrich Dold in Dogern.

Bildtext:
Paul Eisenbeis unterstützte den Autor Heinrich Dold bei seiner Arbeit ebenso wie Carola Vocke und Dorle Hesselbarth, denen Bürgermeister Stefan Kaiser (von links) für ihr Engagement besonders dankte. Bild: Dehmel

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